Inszenierungen

Eine Kleine Machtmusik

Nächster Termin: 20 August in der Brotfabrik (für mehr Information hier klicken) 

Eva kommt vom Land ins Berlin des 21. Jahrhunderts, wo der Gegensatz von strahlender Dekadenz und sozialen Ungerechtigkeiten das Volk immer mehr in Aufruhr versetzt. Rechte Parteien gewinnen an Einfluss, der Kapitalismus gerät von einer Krise in die nächste und die Demokratie beginnt zu bröckeln. Eva merkt zuerst nichts. Mit Ehrgeiz und Geschick wird sie Model, Filmstar und Politikerin und bringt es schließlich zu Macht und Reichtum. Was sie dafür opfern muss, ist ihre Liebe zu Adam, einem seltsamen Jungen, der die Welt auf andere Weise zu begreifen imstande ist…

Text: Keßner/Pohle, Regie: Dietrich/ Keßner, Ausstattung: Franziska Keune, Max Menge, Musik: Fredrik Kinbom, Schauspiel: Anton Pohle, Benjamin Elstner, Carolin Kipka, Guylaine Hemmer, Humorbeauftragte: Jana Goller, redaktionelle Mitarbeit: Cathrein Unger.

Hier folgt in Kürze ein Trailer. Für all die Ungeduldigen haben wir schon einen kleinen Vorgeschmack:

 

 

Fotos: Max Menge

Wir danken dem Kostümkollektiv Berlin für die Unterstützung dieser Arbeit.

Hintergrundinformationen und einen Einblick in die Probenarbeit gibt es hier.

 

With the Beetles – Liederabend von Kinbom & Kessner

PREMIERE AM 20. AUGUST 2016 IN DER BROTFABRIK BERLIN

„With The Beetles“

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Vor Kinbom & Kessners kleinem Studiofenster liegt ein Friedhof, wo eine lange Reihe Gräber von in den letzten Wochen des zweiten Weltkriegs getöteten Zivilisten liegt, über das die Feuerkäfer krabbeln. Der Titelsong „With the Beetles“ erinnert nicht nur an die Vergangenheit, sondern auch daran, dass die Welt sich noch immer im Krieg befindet.

„It happened here and not so long ago. It happens here and not so far away.“

Der neue Liederabend beschäftigt sich auch diesmal mit historischen, gesellschaftlichen und philosophischen Fragen von gestern, heute und morgen, erzählt vom Menschsein, von Liebe und von Todessehnsucht und vergißt dabei nicht – vor allem musikalisch – die Schönheit zu extrahieren.

Die Veröffentlichung des Albums „With The Beetles“ ist für Winter 2016/17 geplant.

Informationen zum aktuellen Arbeitsstand, Hörproben und kleine Videos findet Ihr HIER 

 

Weiterhin im Programm:

Lola

Theaterstück von Sonja Kessner in Zusammenarbeit mit Anton Pohle, Regie: Sonja Kessner, Kay Dietrich, Musik: Fredrik Kinbom, Benjamin Elstner, Justus Wilcken, Guylaine Hemmer, Schauspiel: Anton Pohle, Carolin Kipka, Cathrein Unger, Benjamin Elstner, Guylaine Hemmer, Justus Wilcken

Uraufgeführt am 27. Juni 2015 in der ufa-Fabrik Berlin

Lola ist eine junge Schauspielerin auf der Suche nach einem Leben in der Kunst. Mit einem selbst verfassten Monolog, der in seiner Offenheit an die Grenzen der Peinlichkeit rührt, stellt sie sich an einem kleinen Theater vor, dessen Inhaber sich auf die Fahnen geschrieben hat, „Die Liebe bis zum Tod“ auf die Bretter zu bringen… weiterlesen

 

Black 7

Science-Fiction-Theater von Anton Pohle und Sonja Keßner, Regie: Kay Dietrich, Sonja Keßner, Schauspiel: Cathrein Unger, Carolin Kipka, Anton Pohle, Musik: Fredrik Kinbom, Ausstattung: Franziska Keune, Beratung: Gabriele Kortmann

Uraufführung am 7. November 2015 im Rahmen des Versionale Festivals in Leverkusen.

 

Fotos: Juliane Jaeger

 

Magie oder nicht: Wir gestalten unsere Realität und die Grenze des Machbaren wird an die Grenze unserer Fantasie gerückt. Wir erschaffen Realität. …weiterlesen

 

VERGANGENE ARBEITEN:

FRÜHLINGS ERWACHEN – Das Manifest unserer Jugendjahre

Warum Theater plötzlich wieder möglich ist.

In einer Welt, wo die Objekte sich verselbstständigen, das Ich noch gehypt, aber eigentlich schon gelogen ist, wo nichts mehr einen Gebrauchs- sondern nur noch einen Tauschwert besitzt, ist alles hyperreal…WEITERLESEN

 

„Der Mann ohne Fleisch“ – Eine Hommage an Werner D. (frei nach Goethe)

Das Theater über sein Sterben

Oder: Über den Trotz und den Rotz

Und die Liebe zum Leben

Wir befinden uns auf einer modernen Theaterbühne. Irgendwo zwischen der Realität und dem Metazeichen. Die alte Metapher von der Welt als Bühne wird in ihr Gegenteil verkehrt und ist nun die Metapher von der Bühne als Welt. In seinem Wohnzimmer sitzt Martin Grenzer, Theaterkritiker und haltloser Zyniker. Drei Tricksterfiguren , die verschiedenen Erscheinungsformen des Theaters an sich, machen ein Experiment. Sie lassen die Grenzen zwischen Wohnzimmer und Theaterbühne verschwimmen und versetzen den Protagonisten seines Lebens Martin Grenzer in die Situation des Protagonisten einer neuartigen Faustinszenierung. Mit dieser glorreichen Konzeption versucht eine junge Schauspieltruppe den Sprung durch den Spiegel und- die Wirklichkeit ist makabrer als jeder Scherz- schafft ihn. Das moderne Theater führt sich selbst ad absurdum und träumt seinem Untergang entgegen. Und keine Bange- dieser Vorgang ist in keiner Weise elitär. Denn wie fast immer sind es im Grunde nur die Bretter vorm Kopf, die die Welt bedeuten.

Dauer: 75 Minuten

Text und Regie: Sonja Keßner

Mit: Jana Goller, Edie Fuchs, Sonja Keßner, Bianca Müller, Matthias Wagner, Stefan Kreißig, Tomas Kreibich (Musik)

Tatkräftige Unterstützung: Thomas Gabor

Uraufgeführt im September 2010 in der Theaterkapelle Berlin. Weitere Aufführungen im Projekttheater Dresden.

GALERIE

Fotos: David Pinzer

 

“ Ophelia. Shakespeare in den Städten“

Um Gertruds Imbißbude „Globe“ sammelt sich ein seltsames Völkchen. Rau, schiefmäulig, zahnlos, von altberliner Charme. Aus dieser Mitte erwächst der Kronprinz und zukünftige Erbe der Bude, ein empfindsames, wütendes Pflänzchen mit Namen Hamlet, mit einem Hang zur Hypochondrie und einem zur Astrophysik. Vollgestopft mit besserem Wissen, zerbricht er an der Unbill über seine Herkunft. Er fällt in Trauer und schwängert seine triste Jugendliebe Ophelia. Ein Drogentraum katapultiert ihn ins elisabethanische Zeitalter, wo er den Zerfall seiner Welt durch den Spiegel der Historie erlebt. Prinz Hamlet heißt er dort. Seine Mutter hat den Vater ermordet und lässt sich durch blutschänderische Betten treiben. Ophelia ist immer noch ein süßes Ding. Aber auch hier kann er nicht anders, als sie zu verderben. Das Ende ist ironisch aber hoffnungsvoll. Es bringt einen Kirschgarten für Gertrud und für Hamelt einen Sohn. Fortinbras lautet sein Name und der Rest ist Schweigen.

(Teile der Inszenierung werden in Shakespearean Englisch gespielt)

Mit: Jana Goller, Guylaine Hemmer, Bianca Müller, Stefan Kreißig, Anton Pohle

Fassung und Regie: Sonja Keßner

Musik: Edie Fuchs/Thomas Lotz

Bühne: Marc Löhrer u.a.

Kostüm: Sophia Elstermann/ Shenja Glosch

Dauer: 80 Minuten

Uraufgeführt im September 2012 in der Theaterkapelle Berlin. Weitere Aufführungen in der Brotfabrik und in der Montagsbar des Staatstheaters Karlsruhe.

GALERIE

 
Fotos: David Pinzer/ Design: Alexander Ruben
 
 
„More Than Human“ nach dem gleichnamigen Roman von T. Sturgeon
 
Theater.Macht.Science-Fiction//
Ganz allein: ein Idiot, der kein Ich kennt, keine Sprache hat, im Wald lebt wie ein Tier. Auf der Flucht: sprachgestörte Zwillingsschwestern und ein ungezogenes Mädchen mit grausigem Talent. Unerwünscht: ein mongoloides Baby. Doch irgendetwas Rätselhaftes zieht sie alle zueinander hin. Und dieses Häuflein von Mißgeburten endtdeckt, dass es sich vom Rest der Menschheit unterscheidet wie Sternenstaub von Wüstensand… Ein Stoff, der wie alle Science Fiction Motive den Blick ins Ungewisse wirft. Aber er macht Hoffnung, er ist grotesk und komisch und am wichtigsten: er macht glücklich.

Autor: Theodor Sturgeon

Fassung und Regie: Britta K. Schreiber

Darsteller: Jana Goller, Guylaine Hemmer, Sonja Keßner, Hanna Markutzik, Robert Martin, Anton Pohle, Video: Simon Müller, Musik: Hanna Markutzik, Kostüm: Sophia Elstermann

Hörprobe aus dem Spontanalbum “More Than Hanna”:

Unhappy

GALERIE

Fotos: Janina Heppner
 
 
Exkurs in die Kindheit//

Wie alles begann: Ideologiefreies Kindertheater- die reaktionäre Antwort auf das politische Kindertheater der 80er Jahre.

„Traumzucker“ staubte ewig in einer Schublade bis eine versoffene Nacht in den dunklen Laboren der Schauspielschule die unschuldige Idee zutage förderte.

Das Stück erzählt die Geschichte von Gustav, einem Jungen mit Witz und Charme, einem durchschnittlichen Maß an Verrücktheit und einem durchschnittlichen Maß an Einsamkeit. Vor Allem aber hat Gustav ein Vorhaben; er will und wird Astronaut werden. In der Nacht träumt er von einer außerirdischen Prinzessin, die ihm alles über die Raumfahrt beibringen, und ihn damit schlagartig erfolgreich machen soll. Als am nächsten Tag ein Kälbchen geboren wird, erkennt er in ihm die Prinzessin aus seinem Traum. Er ist sich sicher, sie muss es sein. Dummerweise ist sie kein gescheites kleines Mädchen, sondern hat sich versehentlich in eine Kuh verwandelt. Bevor er der Prinzessin also ihre Geheimnisse entlocken kann, muss er sie zunächst vor dem Zugriff seiner Eltern schützen, die sie in bäuerlicher Manier mit Rotkohl und Zwiebeln zubereiten wollen. Dafür entführt er das Kälbchen in den Wald, wo eine Zeit voller Angst und Stress, aber auch voller Wärme und Freundschaft beginnt.

Dauer: 45 Minuten

Text und Regie: Sonja Keßner

Mit: Bianca Müller, Sonja Elstermann, Werner Dietrichs, Matthias Wagner

Uraufgeführt im April 2010 im Theaterhaus Mitte

 

„Der Vogelfänger – Frei nach Mozart“ folgte auf dem Fuße als Weihnachtsmärchen der Theaterkapelle Berlin. Ein weiteres Stück Unschuld.

Im Reich der Königin der Nacht gibt es keine Vögel mehr. Und Papageno, der königliche Vogelfänger, steckt in großer Bedrängnis. Sarastro hält die letzten Vögel in seinem Palast gefangen. Und nicht nur die, auch Pamina, die Prinzessin des Landes, befindet sich in seiner Gewalt. Die Lage scheint aussichtslos. Bis Tamino kommt, ein Held aus fernen Landen, um die Prinzessin zu befreien und alle Rätsel zu lösen.

Dauer: 40 Minuten

Textbearbeitung und Regie: Sonja Keßner

Mit: Cynthia Buchheim, Barbara Grieschat, Robert Martin, Jesse Garon, Manfred Heinze

Musikalische Bearbeitung: Tomas Kreibich