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Neuigkeiten:

Salon TrickSTAR – Call for Artistic Contributions

Trickster sind Figuren, die auf geschickte Weise eine gegebene Ordnung durcheinanderbringen können. Trickster begegnen uns in der Mythologie, in der Literatur, im Theater und auch Bereichen der medialisierten Öffentlichkeit wie der Politik. Sie wandeln zwischen Welten, provozieren, brechen Regeln. Wer gut und wer böse ist, ist oft nicht eindeutig zu bestimmen.
Im SalonTrickSTAR, zu dem das Exzellenzcluster „Imaginamics“ und die Professur für Wissenschaftsgeschichte der Universität Erfurt in Kooperation mit Erfurter Aktuer:innen aus den Darstellenden Künsten einladen, treten verschiedene Tricksterfiguren auf und Historiker:innen und Kunstschaffende diskutieren zusammen mit dem Publikum das subversive Potenzial von Kunst in Zeiten einer karnevalesken Gegenwart. Wie verändern sich politische Spielräume und deren Analyse und Kritik, wenn sich Akteur:innen in Machtpositionen subversive Strategien zu eigen machen? Und wie kann die Kunst auf eine Situation reagieren, wo die Wirklichkeit häufig wie Satire scheint?
Der Salon TrickSTAR findet am 7.6.2026 in Erfurt statt. Er soll ein experimenteller Freiraum sein, in dem wissenschaftliche Gegenwartsanlayse und künstlerische Position aufeinander treffen. Dafür suchen wir künstlerische Beiträge aus den Darstellenden Künsten, die entweder konkret mit der Figur des Trickster operieren oder sich in anderer Weise als subversiver Beitrag zur Gegenwartskultur verstehen.
Die Beiträge sollten eine Länge von 5 bis 15 Minuten haben und mit geringem technischen Aufwand realisierbar sein (keine Lichtwechsel, adaptierbar für ein offenes Raumkonzept, keine großen Aufbauten). Die eingereichten Beiträge können Ausschnitte aus bestehenden Arbeiten oder für sich selbst stehende Formate sein. Darüber hinaus wünschen wir uns die Bereitschaft zur Beteiligung an den Diskussionen mit Wissenschaftler:innen und Publikum.
Wir bieten eine Abendgage von 350€ pro Beitrag sowie die Übernahme von einer Pauschale für Reise- und Übernachtungskosten.
Einreichungen bitte bis 30. April 2026 entweder in Form einer Videoaufzeichnung (bei Ausschnitten aus fertigen Arbeiten) oder als kurzen Pitch zusammen mit einer Vita und einem Link zu vergangenen Arbeiten.

Organisation: 
Universität Erfurt, Professur für Wissenschaftsgeschichte; Praxeologien der Wahrheit – Erfurter Forschungsstelle für politische Epistemologien (https://www.politische-epistemologien.de/), PLZ 99089 Erfurt und EXC Imaginamics, Universität Jena, in Kooperation mit Sonja Kessner (Theater.Macht.Staat).

Einreichen der Bewerbungen bitte an Sonja Kessner und Johanna Hügel unter der Adresse: forschungsstelle.wahrheit(at)uni-erfurt.de.

THEATER

Paradise on your Shoulders

Stehen wir am Abgrund der Zeit oder an der Schwelle zur technologischen Revolution? Nah dem Faschismus oder vor der Wiederentdeckung der Menschlichkeit?

Die Welt – so sie denn existiert – ist ein Wunder. An ihren Rändern erkunden die ungleichen Schwestern Misery und Hope ihre Abgründe. In der verwirrenden Gleichzeitigkeit von Exzess und Depression, Lösung und Zerstörung, suchen sie ihre schönsten Momente und finden ihre düstersten. Sie spielen und tanzen, fordern, finden und verlassen sich. Auf ihrer Suche nach dem Paradies begegnen sie Geistern, Heldinnen und Politikerinnen und stellen schließlich fest: Zwischen Utopie und Dystopie liegt Körperwärme.

Ein Tanzstück für Puppen und Menschen von und mit Lena Lux und Sonja Keßner
In Kooperation mit dem Theater Erfurt

Live-Musik: Depero
Kostüme: Angharad Matthews
Outside-Eye und Gastperformance: Mo-Elia Stock
Choreografische Mitarbeit: Tanja Matjas

Premiere am 8. Mai 2026 um 19:30 Uhr am Theater Erfurt/ Studio Box.

Karten gibt es HIER.

MUSIK

Theatermusik von unserem Duo Kinbom & Kessner könnt Ihr am Theater Waidspeicher zur Zeit in „Der gestiefelte Kater“ und „Iphigenie Königskind“ und ab dem 17.04.2026 auch in „Wolkenbilder“ erleben. Hörbeispiele aus ausgewählten Produktionen gibt es HIER. Das zweite Album ihrer Band Red Largo erschien am 20.03.2026 bei Madame Vega’s Boudoir (LP/digital). Vinyl, Download und Stream findet Ihr HIER.

LP Cover Design by Dan Davis

NOTIZ

Wir bereiten eine neue Rechtsform vor. Aktuell lösen wir unseren gemeinnützigen e.V. als Träger unserer Projekte auf und arbeiten danach in einem passenderen formalen Rahmen weiter. Unsere musikalischen Projekte laufen weiter, ebenso die Kooperationen und Projekte mit unseren Partnerinstitutionen.

REPERTOIRE

ANTHROPOS EX (MACHINA) – Theaterstück, performative Installation und Live-Konzert

Von und mit: Sonja Keßner, Anton Pohle, Cathrein Unger, Peter Posniak, Anton August Dudda, Angharad Matthews, Adrian Williams, wer.werther & Leonard Wölfl, Jenny Fitz, Kinbom & Kessner + Band (Fredrik Kinbom, Sonja Keßner, Chris Farr, Andreas Dormann).

Uraufgeführt am 24. und 25. März 2023 in der Brotfabrik.

An einem seltsamen Ort, der entfernt an ein kleines Wohnzimmer in einem urbanen Neubaugebiet erinnert, lebt die skurrile Vogelkundlerin Ziggi Zuheegen zurückgezogen und in ihre Forschungen vertieft. Um ihren Geburtstag zu feiern, lädt sie in ihr karges Wohnzimmer ein. Die Feier findet zunächst in kleinem Rahmen statt. Musiker Nicolas ist gebucht, ihr ein Ständchen zu spielen und alles scheint friedlich. Mit dem Besuch von Ziggis obskurer Tante Roswitha bekommt die Wirklichkeit jedoch zunehmend Risse. Sie verabreicht den beiden eine Mischung aus Liebestrank und Wahrheitsserum und führt sie schließlich in die surreale Welt von Ziggis Unterbewusstsein: Hitze und Regen, Vergangenheit und Zukunft, Mensch und Maschine verbinden sich und bilden ein Kaleidoskop menschlicher (Un)möglichkeiten.

„Anthropos Ex (Machina)“ verbindet absurdes Theater, performative Installation und Live-Konzert. Mit dabei sind Theater.Macht.Staat und Gäste aus Bildender Kunst, Tanz und Video Art und das Theatermusikduo Kinbom & Kessner + Band mit Musik von ihrem aktuellen Album „Anthropos“ (Hook Music/Theater der Zeit).

Fotos: Jenny Fitz

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.